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Wochenschlussandacht am 24. Januar 2014, 13.30 Uhr Oberkirche St. Nikolai
16. Januar 2014

 

Am 27. Januar begehen wir einen Gedenktag – den Holocaustgedenktag.  In diesem Jahr fällt er auf einen Montag, er ist kein arbeitsfreier Tag. In den vergangenen Unterrichtsstunden haben wir uns an unserer Schule fächerübergreifend mit diesem Gedenktag beschäftigt.

Wir wollen an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 69 Jahren am 27. Januar 1945 erinnern und damit an die Ermordung von Millionen jüdischer Menschen:  Männer, Frauen und Kinder. Der Gedenktag lässt uns in unserem Alltag einen Moment innehalten und uns unserer Geschichte zuwenden, sie nicht zu vergessen oder zu verdrängen. Gedenken heißt: Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und zugleich Mahnung für die Zukunft.

Der 27. Januar wurde vor Jahren durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Gedenktag erklärt. Das war 1996 - im 51. Jahr nach der  Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz,  reichlich spät,  kein guter Start damals. Man bedenke -  nach 51 Jahren.

Und was können wir heute nach 69 Jahren feststellen? Wenn wir im Gespräch mit Erwachsenen und Jugendlichen den 27. Januar genannt haben, konnte kaum jemand mit diesem Datum ein Ereignis verbinden. Das hat uns  natürlich betroffen gemacht.

Dieser Gedenktag scheint einer empfindlichen Pflanze zu gleichen. Es brauchte mehr als ein halbes Jahrhundert,  um durch tiefe Schichten von Verdrängung, Scham, Trotz und Angst an die Oberfläche zu dringen. –

Am 27. Januar ist der Tag des Gedenkens. Aber eigentlich sollten wir täglich beherzigen, was 1996 in der Proklamation des Bundespräsidenten Herzog für die Zukunft nachzulesen ist:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust  ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“