Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Geschichtsexkursion nach Berlin
09. September 2021

Am 20. August 2021 fuhren Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses von Frau Dr. Haustein nach Berlin. Der Projekttag startete am Hackeschen Markt, von dort aus begann das Kennenlernen authentischer jüdischer Orte mit einem Stadtspaziergang in der Spandauer Vorstadt. Bis 11 Uhr hatten wir Zeit, Jewish Places, wie zum Beispiel die Neue Synagoge in der Oranienburgerstraße, die damalige Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, die ehemalige Knabenschule und Mädchenschule, so wie den ältesten jüdischen Friedhof besichtigen zu können. Unterwegs kamen wir immer wieder an Denktafeln, Mahnmalen und Denkmälern vorbei. Besonders eindrucksvoll war das Denkmal von Karl Biedermann "Der Verlassene Raum". Es symbolisiert, inmitten des Koppenplatzes, die Deportation von Berliner Jüdinnen und Juden unter dem NS-Regime. Nach unserem Stadtrundgang ging die Exkursion in der Blindenwerkstatt von Otto Weidt weiter.

Johanna Ulrich, GK ge 20 / 2

Gegen 11 Uhr starteten wir im Anne-Frank-Zentrum mit dem Workshop und der Führung durch beide Ausstellungen mit einer kurzen Vorstellungsrunde, bevor wir uns in Gruppen aufteilten und in die Räume der Ausstellung gebracht wurden. Meine Gruppe besichtigte zuerst die Ausstellung über Anne Frank und ihre Familie. Zuvor setzten wir und aber noch einmal zusammen und teilten unser Vorwissen. Anschließend schlossen wir uns zu Dreiergruppen zusammen und erhielten einen kleinen Fragenzettel, den wir mit Hilfe der Ausstellung beantworten sollten.

Insgesamt war die Ausstellung von Anne Frank und ihrer Familie sowie ihrem Leben vor und nach der Flucht ins Hinterhaus sehr schön und lehrreich gestaltet. Über Audioguide konnte man sich Interviews mit Freunden oder Bekannten der Familie Frank anschauen. Aber auch mit vielen Bildern und Zitaten der Familie Frank war die Ausstellung gut versehen. Die Emotionen wurden dadurch auf eine ganz neue Weise in einem hervorgerufen und man konnte sich gut in die Lage der Familie hineinversetzen.

Ungefähr eine Stunde verbrachten wir in der Ausstellung, bevor wir unsere beantworteten Fragen in einem kleinen Kreis besprachen. Anschließend hatten wir für ein paar Minuten eine Mittagspause, die wir im Innenhof des Anne Frank Hauses sowie der Blindenwerkstatt verbrachten. Dabei fiel auf, dass in dem kleinen Restaurant, welches sich ebenfalls in diesem Hof befand, die unterschiedlichsten Sprachen gesprochen wurden. Die Gäste, die auf den Bänken saßen redeten fröhlich miteinander auf Englisch, Deutsch aber auch vereinzelt Spanisch. Dies ist beeindruckend, wenn man den historischen Hintergrund des Ortes betrachtet. Deswegen ist es besonders schön, dass dieser Ort nun so belebt und lebendig aber auch international ist.

Nach der Mittagspause begaben wir uns wieder in unsere Gruppen, um uns nun die Blindenwerkstatt von Otto Weidt anzuschauen. Wir betrachteten die einzelnen Räume, wobei uns unsere Leiterin Britta in jedem Raum etwas zu dessen Geschichte erzählen konnte. Besonders beeindruckend war der letzte Raum, den man zwar nicht betreten durfte, aber durch den Türrahmen trotzdem besichtigen konnte. Denn dort versteckte Otto Weidt jüdische Menschen, die eigentlich deportiert werden sollten. Sehr schockierend war, dass dieser Raum kein einziges Fenster aufwies und auch ziemlich klein war. Zum Abschluss versammelten wir uns wieder in der großen Gruppe, um uns über unsere Ergebnisse auszutauschen. Insgesamt war die Exkursion ein bewegendes Erlebnis für unsere beiden Kurse. Wir danken unseren Museumsführern (Britta und David) für die Führung sowie das Beantworten unserer Fragen und Frau Dr. Haustein für die Organisation und Ermöglichung dieser Exkursion.

Alexandra Schwabe, GK ge 20 / 2