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Reisebericht Klassenfahrt der 8. Klassen in das Schlaubetal (vom 6.09 – 10.09.2021)
27. September 2021

Die Abfahrt mit dem Bus war 8.30 Uhr, sodass wir schon 10:00 Uhr im Schlaubetal an der Jugendherberge
Bremsdorfer Mühle ankamen. Voller Freude stürmten wir dann in unsere Häuser. Die Jungen bezogen das
Erdgeschoss und wir Mädchen bekamen das obere Geschoss. Dann hieß es erst mal warten - Herr Nitschke
brauchte eeeewig ;) zum Aufschließen der Zimmer. Endlich in den Zimmern angekommen, waren wir überrascht
das jedes Zimmer über ein eigenes Badezimmer verfügte. Ganz klar: Daumen nach oben! Vor dem Mittagessen
mussten die Betten bezogen und der reichlich große Vorrat an Süßigkeiten gebunkert werden. Danach hatten
wir Freizeit: wir spielten Basketball, schauten das Gelände an oder verbrachten die Zeit auf dem Zimmer. Um
15:00 Uhr fand dann die geplante kleine Wanderung, die um den kleinen Treppelsee ging, statt. Dabei merkten
wir erst so richtig, dass wir in einem Naturschutz-Gebiet waren. Der Weg war nämlich eine kleine
Herausforderung: wir robbten durch Schlamm, mussten riesige umgefallene Bäume überwinden, kleine Bäume
bezwingen, Bäche durchwaten und Kämpfe gegen Mücken und Spinnen ausgetragen. Den Gruselfaktor steigerte
eine mit Bäumen und Sträuchern verwachsene windschiefe Holzhütte. Dann ging es noch für ein kleineres
Grüppchen mit Herrn Noack und Herrn Dabow zum Geocaching. Auf dem Plan standen zwei Geocaches, die sich
in der Nähe des Großen Treppelsees befinden sollten. Wir fanden beide, wobei der zweite kniffliger versteckt
war als der erste. Nach dem Abendessen spielten wir als Klasse mit Frau Wikuk und Herr Dabow noch Werwolf,
was ziemlich lustig war. Der Abend des ersten Tages ging eher ruhig zur Neige, einige verschwanden rasch in
ihren Zimmern, die anderen setzten sich noch nach draußen und lauschten dem Zirpen der Grillen.
Zweiter Tag : Dienstag
Heute stand der Robin-Hood-Lehrgang (Erlernen des Bogenschießens) auf dem Plan. Die Lokation passte
jedenfalls, umgeben von hohen Bäumen wurden uns die verschiedenen Bögen gezeigt und der Umgang mit
diesen näher gebracht. Aber statt auf den tyrannischen Prinz John zu schießen, schossen wir auf eine drei Meter
entfernte Zielscheibe. Chapeau vor allen Bogenschützen, so einfach wie es aussieht, ist es nämlich nicht. Danach
bot uns Frau Wikuk ein Kontrastprogramm. Wir stolperten von dem Märchen „Robin Hood“ zum Märchen „Die
Gänsemagd“, wir besuchten die Hühner und Gänse auf dem Nachbargrundstück, nur Falada, der fehlte. Später
spazierten wir auf den angrenzenden Berg, von dem aus wir den Treppelsee sehen konnten. Leider erspähten
wir weder den Fischer noch seine Frau, auch auf dem Rückweg begegnete uns kein Rotkäppchen und kein Wolf!
Nachdem großen Mittagsgelage brauchten wir unbedingt Schönheitsschlaf und die Kleider für den abendlichen
„Ball“ mussten herausgesucht werden. Wer die drei Haselnüsse nicht dabei hatte, war arm dran. Es musste
improvisiert werden. Des Königs neue Kleider holten wir in das Hier und Jetzt: Upcycling und Tauschen bis es
passt. Keine Kutsche, kein Pferd, kein Prinz kam um die Damen zum Ball zuführen. Ganz emanzipiert gingen wir
selbständig zur Disco unter freiem Himmel. Es wurde gerockt, gesungen, gehüpft und gejubelt. Aber auch eine
majestätische Polonaise tanzten wir im Reigen. Unsere vier Häuptlinge Frau Wikuk, Herr Nitschke, Herr Dabow
und Herr Noack nahmen dabei eine beobachtende Rolle ein. Die Musik war laut, der Abend lang. Es hat uns allen
viel Spaß gemacht. Zufrieden und erschöpft sanken wir in den Schlaf und ließen die Märchen Revue passieren.
Dritter Tag: Mittwoch
Nach dem morgendlichen Bäuche-Vollschlagen (Frühstück) stand Adventure auf dem Plan: „Baue ein Floss aus
Brettern, zwei Schläuchen und Ästen und sieh zu, dass DU nicht untergehst!“ Als Belohnung dafür, dass wir das
Floss richtig zusammengebaut hatten, durften wir es zu Wasser lassen und über den gefährlich, tiefen,
aufbrausenden mit meterhohen Wellen gespickten Brandenburger Treppelsee paddeln. Als tatkräftige
Unterstützung rekrutierten wir Herrn Nitschke als Galeerensklave. Erschöpft und ausgehungert kamen wir zurück
zur Jugendherberge. Die freie Zeit nutzten wir zum Chillen. Eine kleine Gruppe und Herr Nitschke, der sich nun
als Kräuterfee versuchte, trauten sich am Nachmittag zum Pflanzenbestimmen, Kräuter- und Pilzesammeln in
den Jungle hinaus. Dabei sahen wir sogar Brandenburger Großwild, eine Eidechse, einen Specht beim Hausbau
und einen Grasfrosch.
Am Abend fand das erste Lagerfeuer/Stockbrotgrillen statt. Marshmallows wanderten verkohlt (Acrylamid
ignorierend) in unsere Mägen oder verbrannten zur Gänze im Feuer. Danke dafür an Frau Wikuk, die uns mit
dieser Süßigkeit eine Freude machte. Aber trotzdem besteht hier Nachholbedarf beim Erlernen vom Grillen von
Marshmallows. Anregung für ein neues Unterrichtsfach? Ich schlage Herrn Nitschke als Grillmeister vor.
Und so neigte sich auch der dritte Tag dem Ende zu.
Vierter Tag: Donnerstag
Den letzten Tag verbrachten wir ganz entspannt und gemeinsam in der Jugendherberge. Wir hatten tagsüber
viel Freizeit, saßen in der Sonne, spielten Volleyball, Fußball oder Basketball. Zum Mittag bestellten wir für alle
Pizza und krönten den Abschlussabend mit einem weiteren Lagerfeuer, bevor wir am nächsten Tag in aller Frühe
unsere Zimmer aufräumten und wieder nach Cottbus aufbrachen.
Lilly-Sophie M. Zander