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Projekttage Klasse 10b
17. September 2021

In unserer Gedenkstättenwoche setzten wir, die Klasse 10b, uns mit vielen verschiedenen Projekten zu den Themen Antisemitismus, Faschismus und dem zweiten Weltkrieg auseinander.

Am ersten Tag unserer Projektwoche gingen wir zusammen ins Kino. Dort sahen wir uns zwei Filme an und wohnten anschließend einem Filmgespräch bei. Unsere Klasse fand den Film "Die Frau des letzten Juden" sehr bewegend. Der zweite Film mit dem Titel "Sara", ein Projekt der Literatur- und Tanzwerkstatt, sprach uns allerdings nicht so sehr an wie der erste Film.

Der zweite Tag widmete sich dem Vortrag von Lilli und Alma über die Entstehung des Antisemitismus und die Auswirkungen heute. Wir bekamen Besuch von Frau Nocon, mit welcher wir einen interessanten Stadtrundgang erlebten. Thema des Rundgangs war das Leben der Cottbuser Juden. An verschiedenen Orten stießen wir auf Stolpersteine und hörten uns Biografien einzelner Juden aus Cottbus an. Um die Mittagszeit besuchten wir die neue Cottbuser Synagoge. Dort durften wir einen geführten Blick hinter die Kulissen werfen. Unter anderem sahen wir uns die Thora und die Schriftzeichen auf den Fenstern an. In einem dicken Buch waren Adressen und Namen von vielen verstorbenen Cottbuser Juden verzeichnet.

Am Montag, unserem dritten Projekttag, statteten wir dem Menschenrechtszentrum einen Besuch ab. Dort bekamen wir eine Museumstour von einem Zeitzeugen, mit welchem wir anschließend ein Gespräch führten. Er erzählte uns seine Geschichte über die Zeit im Gefängnis in der DDR und sein Leben danach. Es war ein sehr bewegendes und berührendes Gespräch. Des Weiteren wurden wir über das Gelände geführt und besuchten Orte, welche Besucher normalerweise nicht sehen. Wir besichtigten unter anderem einen Kartoffelkeller und Zellen, in die wir auch hinein gingen. Dieser Projekttag gefiel unserer Klasse besonders gut und zeigte uns eindrucksvoll wie ein Unrechtsstaat dem nächsten folgte.

Dem Film "Jojo Rabbit", welchen wir am vierten Tag sahen, begegneten wir anfangs mit großer Skepsis. Jedoch verflog diese schnell. Der Film war stellenweise lustig, hinterließ bei uns jedoch auch einen sehr traurigen und tragisch nachdenklichen Nachgeschmack.

Der fünfte Tag startete in der Schule. Herr Büschel besuchte uns und hielt einen interessanten Vortrag über das Kriegsgefangenenlager aus dem 1. Weltkrieg in Cottbus. Er brachte alte Akten mit und zeigte uns zwei große Karten der Kriegsgefangenenlager in Cottbus/Sielow und Merzdorf. Mit Erstaunen lernten wir, dass das Lager in Sielow in den 20er Jahren zum ersten Konzentrationslager Deutschlands wurde. Den ehemaligen Lagerstandort in Merzdorf besuchten wir dann gemeinsam und dachten darüber nach wie Gedenken und die Funktion von Gedenkstätten sein sollten.

Es waren lehrreiche und aufschlussreiche Tage, die uns alle zum Nachdenken anregten. Aus diesem Grund warten wir schon gespannt auf die Fahrt nach Jamlitz und planen mit Begeisterung unsere Wochenschlussandacht zu den von uns aufgenommenen Themen.