Andachtsworkshop für die neuen 7. Klassen im Schuljahr 2025/26

Am 22.09.2025 hatte ich das große Glück, als neue Freiwillige die 7. Klassen beim Andachtsworkshop begleiten zu dürfen. Dieser Workshop hat mir persönlich sehr viel Freude bereitet, da er äußerst informativ und zugleich inspirierend gestaltet war.

Er wurde sowohl durch ein klassisches Musikstück als auch durch ein kleines Spiel eingeleitet, um die Aufmerksamkeit auf den Workshop zu lenken und die Konzentration zu fördern. Anschließend wurden grundlegende Informationen vermittelt. So wurde beispielsweise erklärt, dass Andachten kleine Gesprächsrunden sind, die Raum für den gegenseitigen Austausch bieten. Sie schaffen die Möglichkeit, über beliebige Themen nachzudenken, zu diskutieren oder auch einfach nur innezuhalten. Andachten sind in erster Linie für die Aufrechterhaltung des sozialen Miteinanders von Bedeutung.

Besonders beeindruckt hat mich, dass die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse diesen Workshop selbst initiierten und durchführten. Die neuen Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und durchliefen anschließend mehrere Stationen. Dabei wurden ihnen der Zweck und die jeweiligen Regeln ganz unterschiedlicher Räume der Schule vorgestellt. Die Gemeinsamkeit bestand darin, dass alle Orte eine besondere Atmosphäre hervorriefen.

Neben der Bibliothek und weiteren Räumen wurde auch der Raum der Stille vorgestellt, der eine besondere Rolle einnimmt. Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Raum nicht nur ein beliebter Ort zur Entspannung, sondern auch ein Raum des Gedenkens – zum Beispiel an verstorbene oder erkrankte Menschen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bei Frau Steinmetz einen Schlüssel auszuleihen und den Raum der Stille als Rückzugsort zu nutzen – entweder allein oder beispielsweise mit einer Freundin.

Der Workshop endete damit, dass sich alle Teilnehmenden noch einmal in der Aula versammelten, um dort kurz die einzelnen Stationen und Räume zusammenfassend vorzustellen. Dabei fiel mir auf, wie gut und gewissenhaft die Schülerinnen und Schüler an den einzelnen Stationen mitgeschrieben hatten und ihr Wissen nun mit der Gruppe teilten. Es war beeindruckend zu sehen, wie aufmerksam und konzentriert alle dem Workshop folgten.

Abschließend spielte uns die aufsichtführende Lehrkraft, Herr Drabo, das Lied „Let It Be“ von den Beatles vor. Wörtlich übersetzt bedeutet „Let it be“ so viel wie „Lass es geschehen“ oder „Lass es gut sein“. In diesem Lied geht es vor allem um das Vertrauen darauf, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Genau dieses Vertrauen – sei es das Vertrauen in Gott oder einfach in den Lauf der Dinge – wird in Andachten häufig thematisiert. Aus diesem Grund besteht ein direkter Bezug zwischen dem bekannten Lied und den kleinen oder auch größeren Gesprächsrunden. Es lässt sich deshalb sehr gut in eine solche Andacht oder – wie heute – in einen Andachtsworkshop integrieren.

Ich persönlich habe aus dem heutigen Workshop mitgenommen, dass Andachten nicht immer einen christlichen oder religiösen Hintergrund haben müssen, sondern ganz unterschiedliche Themen und Perspektiven aufgreifen können. Ich bin sowohl von dem sehr gelungenen Workshop als auch von den sehr aufmerksamen Schülerinnen und Schülern beeindruckt.

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