Andachtsworkshop für die neuen 7. Klassen

Am 31. August 2026 fand in der Aula der Andachtsworkshop für die beiden neuen 7. Klassen statt. Geleitet wurde der Workshop von Herrn Drabo, der FSJ-lerin Finja Kilian, Jakob Rehn und weiteren Mitgliedern der Andachts-AG. Auch zwei neue Lehrkräfte an unserer Schule nahmen am Workshop teil und erhielten dabei einen Einblick in die verschiedenen Formen und Traditionen der Andachtsgestaltung.

Den Einstieg bildete ein bewegendes Filmmusik-Video, wodurch eine ruhige Atmosphäre geschaffen wurde, die anzeigte, dass die kommenden Stunden nicht von gewohnt „klassischem“ Unterricht geprägt sein würden, sondern gewisser Weise außergewöhnlich und ergreifend.

Nach einem kleinen Bewegungsspiel wurden alle in vier Gruppen eingeteilt. Diese rotierten im Laufe des Vormittags parallel durch vier verschiedene Räume der Schule, die in besonderer Weise mit dem Thema Andacht verbunden sind: die Bibliothek, die Aula, der Raum der Stille und der Raum für den Religionsunterricht.

In der Bibliothek wurde den Schülerinnen und Schülern die vielfältige Literatur vorgestellt, die sie nutzen können, um selber Andachten allein oder im Team vorzubereiten.

In der Aula beschäftigte sich eine Gruppe mit verschiedenen Symbolen, die in Andachten und Gottesdiensten eine wichtige Rolle spielen können. Gemeinsam wurden unter anderem das Kreuz, Kerzen, der Stern, der Fisch und der Ambo betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der Bedeutung dieser Symbole auseinander. So kann das Licht einer Kerze beispielsweise Hoffnung, Leben und Gottes Gegenwart symbolisieren. Auch die Orgel, ein Klavier und eine Holzskulptur, die anlässlich der Schuleröffnung überreicht wurde, wurden vorgestellt.

Eine weitere Station war der Raum der Stille. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler die hier geltenden Regeln kennen (niedriger Geräuschpegel, keine Schuhe, Essen usw.). Der Raum der Stille ist kein gewöhnlicher Arbeitsraum, sondern ein besonderer Rückzugsort. Er kann zum Innehalten, zur persönlichen Besinnung oder auch für vertrauliche Gespräche genutzt werden. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass in diesem Raum durch Fotos an einen ehemaligen Schüler und einen ehemaligen Lehrer erinnert wird, die vor vielen Jahren von dieser Welt gegangen sind.

Im Religionsraum wurde die Arbeit der Andachts-AG vorgestellt. Sie erfuhren, dass die AG Ideen und Anregungen für Andachten sammelt und bei deren Vorbereitung unterstützt.

Neben dem Aufbau einer Morgenandacht wurden auch mögliche Komponenten der größeren Wochenschlussandacht thematisiert. Sie kann mit einem Instrumentalstück und Eingangsworten beginnen. Es können Lieder, ein Psalm oder eine biblische Geschichte, eine Auslegung, ein Gespräch oder eine thematische Aktion folgen. Den Abschluss bilden Fürbitten, das Vaterunser, ein Segenslied und der Segen.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten außerdem Informationen zu den kürzeren Morgenandachten in den Klassen. Diese finden an mehreren Wochentagen statt und dauern in der Regel etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Als mögliche Themen bieten sich unter anderem aktuelle politische Ereignisse, Feste und Gedenktage, Bilder, die Tageslosung oder die Anknüpfung an eine vorherige Wochenschlussandacht. Zu ihren Elementen zählen beispielsweise Gebete, Fürbitten und das Vaterunser. Darüber hinaus können kurze Geschichten, Gleichnisse, Lieder oder selbst verfasste Texte verwendet werden. Ein Andachtsbuch mit geeigneten Kurzgeschichten bietet hierfür zusätzliche Anregungen.

Während der Gruppenarbeit machten sich die Schülerinnen und Schüler Notizen zu den jeweiligen Stationen. Dabei wurde ihnen vermittelt, dass eine Andacht inhaltlich sehr unterschiedlich gefüllt sein kann. Sie kann unterschiedliche Themen aufgreifen und verschiedene Gestaltungselemente miteinander verbinden. Wichtig ist vor allem, dass sie zum jeweiligen Thema und der entsprechenden Zielgruppe passt und Raum für gemeinsames Nachdenken und die Besinnung auf Gottes Gegenwart ermöglicht werden.

Nach den ersten beiden Stationen gab es eine gemeinsame Frühstückspause. Anschließend besuchten die Gruppen die beiden noch ausstehenden Räume. Zum Abschluss kamen alle Beteiligten wieder in der Aula zusammen. Die Gruppen stellten ihre Ergebnisse vor und berichteten, was sie über die verschiedenen Orte und deren Bedeutung erfahren hatten. Dabei wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler aufmerksam gearbeitet und zahlreiche Informationen zusammentragen konnten. Abschließend entstand ein gemeinsames Gruppenfoto.

Der Andachtsworkshop bot den neuen 7. Klassen einen umfassenden Einblick in die religiösen und gemeinschaftlichen Traditionen unseres Schullebens. Auch für die beiden neuen Lehrkräfte war der Workshop eine gute Gelegenheit, die besonderen Räume, Abläufe und Möglichkeiten der Andachtsgestaltung an unserer Schule kennenzulernen. Alle Beteiligten erhielten an diesem Tag viele praktische Anregungen, um künftig selbst Morgen- oder Wochenschlussandachten mitgestalten zu können.

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